Isyprom Logo

Modellbasierte Prozess- und Systemgestaltung für die Innovationsbeschleunigung

PLM-Integration

Unternehmen sind heute durch steigende Prozess- und Produktkomplexität, erhöhtem Innovationsdruck und multilateraler Kooperationen geprägt. Daher ist eine durchgängige domänenübergreifende Gestaltung der Produktentstehung mit einem integrierten Innovationsmanagement ein zentrales Erfolgskriterium für die effiziente Entwicklung innovativer Produkte. Die Fragmentierung von Informationen innerhalb heterogener IT-Landschaften (z. B. Anforderungsmanagement, CAx, Innovations- und Wissensmanagement) stellt dabei das Hauptproblem für die Realisierung dar. Durch die mangelnde Verknüpfung von Informationen aus dem Innovations- und Produktentwicklungsprozess kommt es weithin zu hohen Flop-Raten bei Innovationsprojekten. Im schlimmsten Fall werden Innovationspotentiale nicht erkannt.

Integration von Innovations- und Wissensmanagement-Prozessen

Die im Rahmen von ISYPROM entwickelten Lösungen zielen darauf ab, beliebige IT-Systeme und somit alle in die Produktentwicklung involvierten Stakeholder in den Innovationsprozess einzubinden. Damit werden die oftmals getrennt ablaufenden Innovations- und Systems Engineering Prozesse systemtechnisch mittels einer serviceorientierten Integrationsarchitektur miteinander gekoppelt und sind Basis für ein innovationsorientiertes, werkzeugunabhängiges Systems Engineering. Wesentlicher Bestandteil des Vorgehens ist die Verknüpfung von Ideen und Wissensobjekten mit den Modellstrukturen im Product Lifecycle Management (PLM)-System. Dadurch werden die lebenszyklusübergreifende Verwaltung von Ideen und Wissen, die modellgeführte Suche und die Nachvollziehbarkeit von Änderungen erreicht.
Für den Softwareprototyp wurden auf dem Standard OMG PLM-Services 2.0 basierende Schnittstellen zwischen dem Innovations- u. Wissensmanagement Tool KM Accelerator der Pumacy Technologies AG (eine Lösung auf Basis der KMmaster®-Plattform) und Teamcenter geschaffen. Diese Schnittstellen erlauben es, Innovationsideen aus dem PLM heraus zu suchen, anzulegen und mit der Produktstruktur zu
verknüpfen. Auf Seiten des KM Accelerator durchlaufen die Innovationsideen einen Detaillierungs-, Bewertungs- und Freigabe-Workflow. Wird eine Idee zur Realisierung freigegeben, werden die im Prozess definierten Top-Level Anforderungen an das PLM übertragen und als Anforderungsobjekte hinterlegt.
Durch die konsequente Serviceorientierung sind beliebige Drittsysteme in den Prozess integrierbar. Der Einsatz eines Enterprise Service Bus ermöglicht es darüber hinaus, Datenformate automatisiert zu transformieren. So kann die Interoperabilität innerhalb komplexer IT-Systeme gewährleistet werden.
Die geschaffene PLM-Integrationslösung wird aktuell für den Einsatz als Produktivsystem vorbereitet.

Vorteile der PLM-Integration

  • Durchgängiges Innovations- und Wissensmanagement im Systems Engineering Prozess
  • Unternehmensübergreifende Nachverfolgbarkeit von der Idee bis zum gefertigten Produkt
  • Flexible serviceorientierte Architektur zur Einbindung beliebiger IT-Systeme
  • Verkürzung von Innovationsprozessen durch die direkte Einbindung der Akteure der Produktentwicklung
  • Durch die Produktstruktur geführte Suche nach Ideen- und Erfahrungswissen